Meldung vom 10.08.2018

Frank/Abicht mit historischer Medaillen-Chance

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Tanja Frank und Lorena Abicht haben am Donnerstag ihren Vorsprung bei der Weltmeisterschaft vor Aarhus ausgebaut und Österreich damit vorzeitig das Nationenticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gesichert. Die Seglerinnen vom Union Yacht Club Neusiedlersee gehen am Samstag als Gesamtführende in das abschließende Medal Race und haben dabei die historische Chance, die erste 49erFX-WM-Medaille für Österreich zu holen.

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Vor vier Jahren hat Tanja Frank an der Seite von Thomas Zajac das Olympia-Nationenticket vor Santander fixiert. Zwei Jahre später holte das österreichische Nacra 17-Duo Bronze bei den Olympischen Sommerspielen in Rio. Für die 25-jährige Wienerin folgte der Wechsel zu den 49erFX, wo sie wieder an das Steuer zurückkehrte und seit knapp zwei Jahren mit Vorschoterin Lorena Abicht arbeitet. „Vom Nacra auf einen 49er ist schon eine riesige Umstellung, aber der Wechsel an das Steuer war wohl die schwierigste Veränderung, die überhaupt möglich gewesen ist. Ich habe außer in meiner Zeit am Nacra immer gesteuert. Ich habe es als Herausforderung gesehen und wollte mir selbst beweisen, dass ich es auch in einer olympischen Bootsklasse kann,“ erzählt Frank. Nun löste das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee den 49erFX-Quotenplatz für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ebenfalls im ersten Anlauf. „Wir waren sehr erleichtert, als das Nationenticket fixiert war. Es ist schön, dass es gleich beim ersten Versuch geklappt hat. Es freut uns sehr, dass wir gegen die Weltspitze, die in Rio im 49erFX die Medaillen geholt hat, vorne mitkämpfen können.“
 
Historische Medaillen-Chance
Die beiden Österreicherinnen bauten ihre Gesamtführung am gestrigen Donnerstag sogar weiter aus. In neun von insgesamt zwölf Rennen landeten Frank/Abicht unter den besten Zehn, zweimal kamen sie sogar als Erste ins Ziel. „Die Regatta ist bislang mehr als nur nach Wunsch verlaufen. Das hätten wir uns vor WM-Beginn so nicht vorstellen können. Es kam uns wirklich entgegen, dass es bei diesen Bedingungen nicht darum ging schnell auf eine Seite zu fahren. Selbst wenn man mal bei der Luvboje nicht vorne war, ist noch viel möglich gewesen. Das hat uns sicher geholfen“.
 
Während viele Teams am Freitag ihre Boote abbauten und sich auf den Heimweg machten, genossen die Gesamtführenden ihren ersten freien Tag seit Regattabeginn. Tanja Frank verbrachte dennoch einige Stunden im Bootpark, „ich versuche drinnen zu blieben, um den Fokus zu behalten. Mir reicht das körperliche Abschalten.“ Am Samstag geht das Duo mit elf Punkten Vorsprung auf die Britinnen Weguelin/Ainsworth in das abschließende Medal Race, die viertplatzierten Lokalmatadorinnen Hansen/Salskov-Iversen liegen schon 18 Punkte zurück. „Eine Medaille wäre superschön. Elf Punkte sind im Medal Race nicht viel. Es wird ein ablandiger Westwind erwartet, der ist sehr drehend. Jedes Boot kann einen anderen Wind haben, dann ist alles möglich. Am wichtigsten ist, dass wir uns keinen Druck machen und Spaß haben. Wir wissen, was wir können. Das haben wir an sechs Tagen voller Wettfahrten gezeigt,“ weiß Frank, die erneut Segel-Geschichte schreiben könnte. Denn noch nie zuvor hat Österreich bei den 49erFX eine WM-Medaille geholt. Für die letzten WM-Goldmedaillen sorgten Lara Vadlau und Jolanta Ogar bei den 470er-Damen in den Jahren 2014 und 2015.

Das Medal Race ist für Samstag um 14:40 Uhr angesetzt und kann live verfolgt werden: Livestream World Sailing
 
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