Meldung vom 30.07.2019

Schritt für Schritt zum Eldorado

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„Historisch ist die Donau ein wild verzweigter Fluss, auch bei der WM-Regattastrecke in Ottensheim gab es früher zahlreiche Abzweigungen,“ erklärt Bernhard Karl, Teamleiter Umwelt/Ökologie der Viadonau (Österreichische Wasserstraßen- GesmbH). In vier Wochen werden bei der Weltmeisterschaft die besten Ruderer der Welt ohne Abzweigung den schnellsten Weg ins Ziel suchen, an einer von Historie geprägten Flussstelle.

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Die Donau ist mit einer Länge von 2850 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas. Ab 25. August werden zwei Kilometer des Flusses die Ruderwelt in Bann ziehen. Bei der Weltmeisterschaft in Ottensheim steht die Donau im Mittelpunkt des Geschehens. 

Bereits 1974 „Traum von Rudergroßveranstaltungen“
In Ottensheim fanden in den vergangenen Jahrzenten zahlreiche Adaptierungen an der Donau statt. Denn bereits in den 1970igern wurde das Ziel verfolgt, internationale Sportgroßveranstaltungen in Ottensheim abzuhalten. „Von 1970 bis 1974 wurde das Donaukraftwerk in Ottensheim errichtet und zudem wurde der entstandene Altarm der Donau zu einer internationalen Regattastrecke für Ruder- und Kanusport ausgebaut. In einem Zeitungsartikel von 1974, den ich gerade vor mir liegen habe, steht ‚In Ottensheim entsteht ein Eldorado für den Wassersport‘. Bereits damals wurde das Ziel verfolgt, Wassersportgroßveranstaltungen nach Ottensheim zu holen,“ erklärt Bernhard Karl, der als Teamleiter Umwelt/Ökologie der Viadonau fungiert, welche 2005 zur Erhaltung und Entwicklung der Wasserstraße Donau gegründet wurde. 

1998 erste Großveranstaltung in Ottensheim
In der Folge dauerte es bis 1998, ehe mit der Juniorenweltmeisterschaft erstmals ein Rudergroßereignis in Ottensheim veranstaltet wurde. Die allgemeine Klasse gastierte das erste Mal 2007 in Oberösterreich. Es wurde ein Weltcup ausgetragen. Im Zuge der Vorbereitung auf den Weltcup und die Junioren-WM, welche 2008 erneut in Ottensheim stattfand, wurde die Regattastrecke 2006 deutlich ausgebaut. „Man hat bemerkt, dass Adaptierungen an der Strecke vorgenommen werden müssen, um die zahlreichen Events stemmen zu können. Deshalb wurden 2006 die hinteren schmaleren Bereiche verbreitert, damit mehr Bahnen Platz haben,“ erläutert der seit zwölf Jahren in Ottensheim lebende Karl.

Regattastrecke hielt „Jahrhunderthochwasser“ stand
Als 2013 mit der U23-Weltmeisterschaft erneut ein internationales Großereignis in Ottensheim zu Gast war, wurde die Donau auf einen harten Prüfstand gestellt. „Die Donau hat auch in Ottensheim die üblichen Wasserschwankungen. Im Jahr 2013 hat sie bewiesen, dass auch ein verehrendes Hochwasser wenig Schaden anrichten kann. Trotz eines Pegels von bis zu 9,30 Metern konnte die WM erfolgreich durchgeführt werden, obwohl der Wasserstand zu diesem Zeitpunkt die doppelte Höhe des Jahresmittels hatte. In diesem Jahr hoffen wir natürlich auf stabiles Wasser und regenfreie Tage,“ erinnert sich Karl an die tagelangen Regenfälle. 

Zahlreiche Adaptierungen für Weltmeisterschaft vorgenommen
Ende August folgt das bisherige Highlight an der Regattastrecke in Ottensheim. Erstmals findet die Weltmeisterschaft der allgemeinen Klasse in Oberösterreich statt. Um eine rundum erfolgreiche WM veranstalten zu können, wurde 2017 das Bundesleistungszentrum in Ottensheim eröffnet, welches als internationales Wassersportzentrum fungiert.„Seit dem 2015 die WM an Ottensheim vergeben wurde, haben an im Umfeld des Geländes noch zahlreiche Änderungen statt. So wurde die Donau an gewissen Stellen verbreitert, oder ein großer Wendeplatz für Kamerateams errichtet,“ erklärt der hobbymäßige Paddler Bernhard Karl. 

 
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