Olympiasiegerin zurück am Wasser: Vadlau/Haberl trainieren wieder „Die ersten Tage zurück im Boot waren der Wahnsinn. Es hat sich wirklich cool angefühlt – fast so wie immer“, strahlt Lara Vadlau nach ihrer Rückkehr in den olympischen 470er. Die Bedingungen während des siebentägigen Trainingslagers waren perfekt für die erste Belastungsprobe nach ihrer 13-monatigen Verletzungspause. „Das Knie hat sich insgesamt sehr gut angefühlt. Ich habe ein Jahr lang sehr hart und diszipliniert auf diesen Moment hingearbeitet – deswegen ist Geduld enorm wichtig und wir haben nichts überstürzt. Bei stärkerem Wind, wenn dann während der Manöver Dynamik und Schnelligkeit reinkommen, spüre ich aber vereinzelt noch Druck“, ergänzt die Olympiasiegerin. Vorschoter Niklas Haberl, der sich während der langen Pause mit unterschiedlichen Sparring-Partner:innen fit hielt, war froh endlich wieder mit seiner Steuerfrau im 470er zu sitzen: „Der Einstieg war zwar noch vorsichtig – aber gut. Für mich war entscheidend zu sehen, wie schnell das Gefühl miteinander wieder da war. Nach so langer Zeit ohne gemeinsames Segeln wussten wir nicht genau, wo wir stehen. Natürlich fehlen noch Abläufe und Trainingsstunden, aber grundsätzlich hat es sich sehr vertraut angefühlt. Jetzt müssen wir Schritt für Schritt schauen, welche Belastung möglich ist und darauf aufbauen.“ Comeback unter genauer Beobachtung Vadlaus Comeback am Wasser ging mit täglichen Physiotherapie-Einheiten einher. „Wir haben die Dauer der Trainings noch relativ kurz gehalten. Nach jeder Einheit gab es auch einen umfassenden Check, wie das Knie reagiert hat, und begleitend gezieltes Krafttraining, um den Muskelaufbau weiter zu forcieren“, gibt die 32-jährige Kärntnerin Einblicke in die letzte Woche. Mit der Rückkehr nach Österreich folgen – in Abstimmung mit dem OeSV-Medical-Team und den behandelnden Ärzten – weitere Nachuntersuchungen. „Wir müssen ganz genau beobachten, wie sich das Knie während der letzten Woche verändert hat und ob wir die Belastung gut gewählt haben. Das Gefühl ist sehr gut, aber noch nicht perfekt.“ Bei positiven Ergebnissen plant das Duo einen weiteren Trainingsblock auf der Balearen-Insel. Eine mögliche Comeback-Regatta wäre die „Trofeo Princesa Sofia“ vor Palma de Mallorca Ende März 2027. Höhepunkt der kommenden Saison ist die Weltmeisterschaft im polnischen Gdynia Mitte Juli. Bei den interkontinentalen Titelkämpfen werden die ersten 470er-Nationentickets für die Olympischen Spiele Los Angeles 2028 vergeben. Matthias Schmid, Sportdirektor Österreichischer Segel-Verband: „Wir sind die ersten Versuche ganz bewusst sehr vorsichtig angegangen und haben hinter dieses erste Training überhaupt keine Erwartungen und Druck gelegt. Lara soll erst losstarten, wenn es für sie und ihr Knie passt. Sie konnte jetzt das gesamte Camp – natürlich mit Einschränkungen – absolvieren und es schaut grundsätzlich sehr gut aus. Wir sind davon überzeugt, dass wir fortan mit einem intelligenten Plan und einer gezielten Steuerung des Segeltrainings beginnen können. Beide Athlet:innen sind sehr gut drauf, Lara hat richtig Spaß am Training. Wenn die beiden ab jetzt wirklich clever, vernünftig, hart arbeitend und mit vollem Eland und Freude einsteigen, sehen wir gut Chancen, dass sie den Anschluss an die Weltspitze sehr rasch wieder finden werden."