OeSV-Boote bestreiten erste Regatta direkt im olympischen Revier Am 21. August sind die drei Teams mit dem ÖOC Travel Support powered by Austrian Airlines erstmals in diesem Jahr ins Olympiarevier aufgebrochen. Nach einer kurzen Phase der Akklimatisierung und des Container-Einrichtens ging es für die OeSV-Athlet:innen auch schon aufs Wasser. Neben den individuellen Trainingszielen liegt der Fokus aller Boote auf der Erhebung meteorologischer Daten. Von Montag bis Freitag findet bei der zum Sailing Grand Slam zählenden San Pedro Olympic Classes Regatta zudem der erste Vergleich mit den anderen Nationen direkt im Olympia-Revier statt. San Pedro ist 2028 der Austragungsort der Dinghy-, Skiff- und Multihull-Wettbewerbe. Die letztjährige Testregatta der 49er- und Nacra-Boote wurde noch vor Long Beach abgehalten. Nacra-Teams wollen Bootsspeed verbessern Laura Farese und Matthäus Zöchling hatten nach der Nacra-17-Europameisterschaft, die sie auf dem guten achten Platz beendeten, ein paar Tage Pause. „Wir haben einige Erkenntnisse mitgenommen und wollen vor allem am Bootsspeed weiterarbeiten. Man kann das EM-Revier in Deutschland aber nicht mit Los Angeles vergleichen: Wir sind hier am offenen Ozean mit hohen Wellen – sowohl bei Leichtwind als auch unter Foiling-Bedingungen. Neben den meteorologischen Aspekten geht es auch ums Racen. Wir freuen uns schon auf die Regatta“, so Vorschoter Zöchling. In Zusammenarbeit mit dem OeSV-Sportpsychologen Björn Krenn hat der Segler vom Union Yacht Club Neusiedlersee einen Plan erarbeitet, um dem Jetlag nach der langen Reise effektiv entgegenzuwirken: „Wir haben einige Guidelines erstellt. Dazu zählt, jeden Tag zur selben Uhrzeit aufzustehen und auch schlafen zu gehen. Zudem sind die Essenszeiten an den neuen Ort angepasst.“ In der rund 15 Boote großen Flotte vor San Pedro werden auch Lukas Haberl und Clara Stamminger teilnehmen, die zuletzt bei der Kieler Woche im Juni im Wettkampf-Einsatz waren und danach im deutschen Eckernförde und Monfalcone/Italien Zeit am Wasser verbrachten. „Wir versuchen, das Revier so gut es geht kennenzulernen, und legen viel Fokus auf den Bootsspeed. Die Welle ist schwierig und interessant zu segeln. Es braucht aber viel Zeit, um sie zu verstehen. Die richtigen Schlüsse zu ziehen, steht bei der Regatta im Vordergrund", erklärt Steuermann Haberl. Im vergangenen Jahr belegten die beiden bei der Long Beach Olympic Classes Regatta Rang drei, Platz zwei ging an Farese/Zöchling. Prettner/Flachberger arbeiten intensiv an den Starts Keanu Prettner und Jakob Flachberger landeten zuletzt bei der 49er-Europameisterschaft auf dem 13. Platz. Das Training in Los Angeles verläuft für das Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee wie geplant – auch weil vor allem am Nachmittag sehr gute Windbedingungen herrschen. „Uns war wichtig, dass wir wieder gut reinkommen. Vom Verständnis her ist es nicht das schwierigste Revier, es kommt aber auf die Umsetzung an. Es wird entscheidend sein, als erstes Boot auf die richtige Seite zu kommen", berichtet Steuermann Prettner, der bei der bevorstehenden Regatta – die Flotte ist nicht allzu groß, aber sehr stark besetzt – einiges testen wird. „Wir haben im Training einen großen Fokus auf die Starts gelegt, weil es hier ein bisschen anders anzugehen ist als in anderen Revieren. Die Starts werden besonders wichtig sein, und wir wollen für uns ein gutes System finden. Wir wollen zudem viele neue Erkenntnisse über das Revier sammeln und möglichst gute Wettfahrten segeln. Unser Ziel muss es sein, ins Medal Race zu kommen." In der Gesamtwertung des Sailing Grand Slam liegt das OeSV-Duo aktuell an zweiter Stelle. San Pedro Olympic Classes Regatta Los Angeles, USA 03. - 08. August 2026 49er Keanu Prettner/Jakob Flachberger Nacra 17 Laura Farese/Matthäus Zöchling Lukas Haberl/Clara Stamminger