H-Boot-Staatsmeisterschaft im Mittelpunkt der Traunsee Woche 2026 Der junge Steuermann zählt seit Jahren zu den konstantesten Seglern der österreichischen H-Boot-Szene. Mit vier oberösterreichischen Meistertiteln in Folge, mehreren Podestplätzen bei Staatsmeisterschaften und zwei Vizestaatsmeistertiteln hat sich Watzinger längst in der Spitze etabliert. 2024 holte er erneut Silber bei der Staatsmeisterschaft, nun soll am Heimrevier der nächste Schritt folgen. Klare Ziele am Heimrevier „Meine persönlichen Erwartungen sind klar: vorne mitzusegeln, um den Staatsmeistertitel zu kämpfen und auch in der Gesamtwertung um das Podium mitzureden“, sagt Watzinger. „Wir waren schon mehrfach sehr nahe dran. Der Traunsee ist ein sehr tückisches Revier und nicht einfach zu segeln, aber wir sind zuversichtlich, dass wir auch heuer wieder ganz vorne mitkämpfen können.“ Als Topfavorit auf den Gesamtsieg gilt nach aktuellem Meldestand der deutsche Seriensieger Peter Zauner, der die Regatta bereits mehrfach gewinnen konnte. Zum engeren Favoritenkreis zählen zudem Knut Viehweger und Stefan Freitag aus Deutschland. Auch aus österreichischer Sicht gibt es mehrere Anwärter auf Spitzenplätze: Gottlieb Pesendorfer, Alexander Renner und das Team Watzinger rechnen sich sowohl in der Gesamtwertung als auch im Kampf um den Staatsmeistertitel gute Chancen aus. Eingespielte Crew als Erfolgsfaktor Watzinger geht gemeinsam mit seinem Vater Hermann Watzinger und Dominik Aigner an den Start. Das Trio segelt bereits seit sechs Saisonen gemeinsam und konnte in dieser Zeit zahlreiche Erfolge feiern – darunter den Landesmeistertitel 2025, zwei Vizestaatsmeistertitel sowie Platz 16 bei der Heim-WM im vergangenen Jahr. „Der Schlüssel zum Erfolg ist, konstant gute Ergebnisse einzufahren und so wenig Fehler wie möglich zu machen“, erklärt Watzinger. „Am Traunsee ist das alles andere als einfach, weil die Windverhältnisse sehr schwierig zu lesen sind und sehr präzise gesegelt werden muss. Im vorderen Feld liegen die Boote sehr eng beisammen – jeder Fehler kostet sofort Positionen.“ Mehr als nur eine Regatta Besonders macht die Staatsmeisterschaft für ihn aber nicht nur der sportliche Anspruch, sondern auch der Rahmen der Traunsee Woche selbst. Seit 2004 hat sich die Veranstaltung, die von den fünf Traunsee-Clubs gemeinsam organisiert wird, zu einer der größten Binnenseeregatten Europas entwickelt. „Besonders an der Traunsee Woche ist, dass in allen fünf Traunsee-Clubs gleichzeitig Regatten in verschiedensten Klassen ausgetragen werden – und das auf einem der schönsten Segelreviere, die ich kenne“, sagt Watzinger. „Dazu kommt diese besondere Gemeinschaft, vor allem beim Seglerfest, wenn Teilnehmer aus den verschiedenen Klassen zusammenkommen. Das ist jedes Jahr eines der Highlights.“ Neben der H-Boot-Staatsmeisterschaft werden auch in den weiteren Clubs rund um den Traunsee zahlreiche Regatten ausgetragen. Das traditionelle Seglerfest im malerischen Ambiente von Schloss Orth zählt dabei ebenso zu den Höhepunkten wie die sportlichen Entscheidungen auf dem Wasser. Für Watzinger und sein Team ist das Ziel jedenfalls klar: „Möglichst fehlerfrei segeln, schnell unterwegs sein und am Ende vor der Konkurrenz ins Ziel kommen – genau dafür werden wir alles geben.“