Fuerteventura, Lanzarote, Cádiz und Reha – ein Update vom Segel-Nationalteam Valentin Bontus schraubt am Set-Up Valentin Bontus machte auf seinem Weg zurück nach der Verletzung beim jüngsten Trainingslager weitere Fortschritte. Während andere Athleten an einem Testevent teilnahmen, arbeitete der Olympiasieger individuell an seinem Set-Up. „Wir haben versucht, das richtige Set-Up zu finden. Das ist immer unterschiedlich – es hängt davon ab, wie warm es ist und wie die Wellen sind. Wir haben einige Fortschritte erzielt“, erklärt Bontus. Zudem verbrachte er viel Zeit im Fitnesscenter, auch die nächsten Schritte sind bereits definiert: „Jetzt ist es an der Zeit, wieder ins Racing einzusteigen. Es kommen mehrere Leute nach Fuerteventura zurück, dann werde ich sehen, wo ich stehe.“ Erste Regatta der Saison für Prettner/Flachberger Bei eine 49er-Regatta vor Lanzarote belegten Keanu Prettner und Jakob Flachberger den sechsten Gesamtrang. In einer Wettfahrt feierte das Duo vom Union Yachtclub Wolfgangsee auch einen Wettfahrtsieg. „Die Regatta war ein guter Vergleich, um zu sehen, wo wir aktuell stehen“, zieht Steuermann Keanu Prettner Bilanz. „Viele Teams befinden sich noch in der Testphase, niemand ist bereits mit vollem Fokus und Top-Material unterwegs. Unter schwierigen Bedingungen hatten wir einige Höhen und Tiefen, waren mit vielen Aspekten aber bereits sehr zufrieden – vor allem mit den Fortschritten in der Kommunikation an Bord.“ Das Ergebnis ordnet Prettner entsprechend ein: „Platz sechs ist grundsätzlich in Ordnung, auch wenn sicherlich mehr möglich gewesen wäre. Der Fokus lag jedoch noch nicht auf der Platzierung. Geschwindigkeitstechnisch haben wir noch Luft nach oben, das sollte sich mit einem neuen Boot und dem optimalen Setup in den kommenden Wochen weiter verbessern.“ In der olympischen Klasse der ILCA 7 belegte Clemens Kübber – ebenfalls vor Lanzarote – den 27. Gesamtrang. Nacra 17-Teams arbeiten mit Tom Zajac Die beiden Nacra 17-Teams arbeiten derzeit mit dem Olympiabronzemedaillengewinner Tom Zajac zusammen. Lukas Haberl und Clara Stamminger zeigen sich zufrieden mit dem Trainingsverlauf: „Das Trainingslager läuft sehr gut. Wie so oft auf Lanzarote haben wir viel Wind. Wir arbeiten an der Geschwindigkeit sowie an technischen Aspekten wie Starts und kurzen Kursen. Mit Tom läuft es hervorragend – es ist spannend, einen anderen Blickwinkel auf viele Details zu bekommen. Insgesamt machen wir große Schritte nach vorne“, berichtet Haberl. Auch Laura Farese und Matthäus Zöchling nutzten ihren letzten Trainingsblock auf den Kanaren intensiv, bevor sie am Dienstag nach Österreich zurückkehrten. In der kommenden Woche reist das Duo erneut an. „Wir haben die Zeit vor allem für Segeltests und die Arbeit am generellen Set-Up genutzt. Der Fokus lag auf Starts und Rennsituationen. Tom hat uns dabei viele wertvolle Inputs gegeben, insbesondere beim Bootshandling und in der Nachstartphase“, erklärt Farese. Beim nächsten Trainingslager steht die Regatta-Vorbereitung im Mittelpunkt, zudem ist eine Coach-Regatta geplant. Neues 49erFX-Duo findet zusammen Das neue 49erFX-Duo Rosa Donner und Marion Lafrance trainiert ebenfalls auf Lanzarote. „Im Winter liegt unser Fokus klar auf dem Bootshandling. Es hilft sehr, dass wir aktuell alleine trainieren – so finden wir als Team immer besser zusammen und lernen uns stetig besser kennen. Ich bin sehr zufrieden mit unseren Fortschritten, und wir bauen zunehmend Regatta-Situationen ins Training ein. Jetzt freuen wir uns auf den Vergleich mit anderen Booten“, so Donner. Theo Peter in Doppelfunktion in Cádiz Theo Peter absolvierte Ende Januar einen Fitnessblock in Österreich und kehrte anschließend nach Cádiz zurück. Neben seinem eigenen Training ist er dort auch als Coach für den Nachwuchs im Einsatz. „Der Fokus liegt derzeit auf Materialtests und rennspezifischem Training. Neben möglichst vielen Wasserstunden möchte ich auch Daten sammeln, um unsere Basis weiter zu verbessern. Mit der Andalusian Olympic Week und den iQ Games in Cádiz stehen bereits die ersten Wettkämpfe vor der Tür“, erklärt Peter. „Millimeterarbeit“ bei Lara Vadlau Olympiasiegerin Lara Vadlau absolviert nach ihrer schweren Knieverletzung, die im Herbst des Vorjahres zwei Operationen erforderlich machte, aktuell ihre Rehabilitation. „Es ist Millimeterarbeit. Derzeit versuche ich, die Beugung im Knie kontinuierlich zu verbessern und die Belastung schrittweise zu steigern. Fortschritte sind erkennbar, das stimmt mich positiv, im Sommer wieder ins Boot steigen zu können.“ Im Juli 2026 will die Kärntnerin gemeinsam mit ihrem Vorschoter Niklas Haberl erstmals im Olympia-Revier von Los Angeles 2028 trainieren.